Der Stand der Dinge

Es geht hier um Heer der Dinge, oder Hordes of the Things, wie der originale englische Titel lautet. Was ist das? Heer der Dinge ist ein recht altes, sehr durchdachtes Regelwerk für TableTop-Fantasyschlachten… sozusagen so etwas wie Warhammer, Kings of War, A Fantasy Saga – nur eben nicht so schnelllebig. Grade das macht es für mich unglaublich interessant. Ich hasse es wenn sich innerhalb kürzester Zeit immer und immer wieder die Regeln ändern, ohne das sie wirklich besser werden. Bei Heer der Dinge hat sich die letzten Jahre fast nichts geändert. Es gibt zwar aus der Community nette Anregungen, aber die sind wirklich nur winziger Feinschliff um das Spiel noch ein wenig besser zu machen.

Was folgt daraus? Anstatt sich Gedanken um Armeeoptimierung und Regelanpassungen zu machen, einzelne Armeen und Sonderregeln neu zu schreiben, zu verbieten oder anzupassen, hat man auf einmal viel mehr Zeit, sich um den Armeehintergrund zu kümmern: Um die Geschichten der einzelnen Generäle, Helden, Einheiten, Wesen… um die Welt in der das ganze spielt… also genau genommen um den kreativen Teil des Hobbys.

Bevor ich mich jetzt aber in Detail verliere, jetzt also wirklich: Wie ist denn der Stand der Dinge?

Die deutschen Regeln

Vor drei oder vier Jahren haben wir (das Übersetzungsteam der Tabletopwelt) angefangen die Regeln aus dem englischen ins deutsche zu übersetzen. Zwei mal haben wir den Aufbau der Regeln komplett umgeschmissen um diese klarer und einfacher zu machen. Seit einem Jahr sitze ich jetzt zusammen mit Patric daran, die einzelnen Regelpassagen lesbarer und verständlicher zu schreiben und viele Spiele zu machen um Unklarheiten zu bemerken. Am Ende soll daraus ein freies PDF entstehen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Jahresende das soweit fertig haben.

Fürstentümer der Moderne

Während der vielen Testspiele (mit Nachtgoblins und Dirz) kam die spontane Idee auf, mal was anderes zu probieren… z.B. was Napoleonisches. Und wir fingen an simpelste Dinge zu verabreden (z,B. mind zwei Schützen und eine Artillerie). Im Kopf kamen auf einmal Bilder von napoleonischen Fantasyschlachten. Und dann war da noch das Hobbybudget, das ich nicht mehr ausgegeben habe, weil mich auf dem Markt nichts so wahnsinnig überzeugt hat, dass ich es haben musste…

Als ich  in London im Harry Potter Laden in Kings Cross war, habe mir das Buch The Tales of Beedle the Bard gekauft. Das Buch fühlt sich toll an, wenn man es und der Hand hält. Es fühlt sich richtig an. Stell dir vor es wäre ein Buch aus der Napoleonischen Zeit. Stell Dir vor es wäre das Regelbuch und zusätzlich wären da noch Kurzgeschichten oder Erlebnisse eines französischen Lineinfanteristen drinnen…

Ok, das war toll. Aber woher bekommt man napoleonische Fantasyfiguren? Wie sollten die eigentlich aussehen? Kein Schwarzpulver. Eine Welt um 1760 ohne Schwarzpulver. Eine Welt die alle Klischees bedient. Und auf dem Spielfeld sollen die Armeen einfach geil aussehen.

Im Übersetzungsteam hatten wir uns schon auf eine Basebreite von 8 cm geeinigt (mit allen daraus resultierenden Konsequenzen). Jetzt hatte ich da noch einige Packungen von Revellmännchen  (1/72 Maßstab, entspricht ca. 20mm; 30-jähriger Krieg) und habe da mal sieben  Reiter auf eine Base geklebt… ok, ich habe drei Einheiten Reiter gebaut, drei mal Artillerie (mit je zwei Kanonen), diverse Schützen, Spießträger, einen Drachen und noch einiges mehr. Das ganze auf dem Tisch? Eindrucksvoll! Auf einmal steht da eine Armee. Nicht abstrakt sondern mehr real. Um es abzukürzen: Ich werde wohl diese napoleonischen Fantasyarmeen produzieren und ich kann Euch versprechen: Sie werden großartig! Hört sich jetzt an wie Trump, ist aber näher an der Realität.

Wo soll es hingehen?

Am Ende soll es also ein edles, sich gut anfühlendes, fluffgefülltes Regelbüchlein geben und dazu auch noch witzige Fantasymodelle (möglicherweise auch im 15 oder 28mm Maßstab, mal schauen).

Und das ist auch schon der derzeitige Stand der Dinge… mehr folgt…

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